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Wie Schwarzgeld entsteht

Um Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung zu ermöglichen, werden hohe Bargeldsummen benötigt. Nur so ist es den Betrieben möglich, ihren Arbeitnehmern Schwarzlohn zu zahlen. Diese Gelder laufen an den öffentlichen Stellen vorbei und werden entweder gar nicht oder nur zum Teil versteuert. 

Das benötigte Bargeld wird insbesondere durch diese Methoden generiert:

1. Geldwäsche

Gelder werden durch illegale Tätigkeiten erworben und dann in den legalen Finanzkreislauf gebracht. So wird deren eigentliche Herkunft verschleiert.

Diese Gelder entstammen entweder aus illegalen Tätigkeiten des Betriebsinhabers (Ausführung von Tätigkeiten ohne Rechnung und unter Barzahlung) oder werden von kriminellen Investoren bereitgestellt.

Die Gelder werden dazu genutzt, Schwarzarbeit in bar zu entlohnen. Dadurch steigt der Bestand an Bargeld stetig an. Das erworbene Schwarzgeld wird anschließend durch eine saubere Rechnungsstellung gewaschen, und der Betriebsinhaber kann bei einer Prüfung vermeintlich legale Einnahmequellen vorzeigen. Es wird jedoch nur ein Teil der eigentlichen Tätigkeiten versteuert.

 

2. Scheinrechnung

Betriebe bestellen bei einer Servicegesellschaft eine sogenannte Scheinrechnung: Dies ist eine Rechnung, die keine tatsächliche Leistung als Gegenwert hat. Der Betrieb, der die Rechnung bestellt hat, zahlt den darin genannten Betrag. Anschließend erhält er den Betrag von der Servicegesellschaft abzüglich einer Provision in bar zurück. Mit diesen Geldern kann der Betrieb schließlich den Schwarzlohn bezahlen. Die gefälschte Rechnung dient als Beweismittel, um bei einer potenziellen Kontrolle behaupten zu können, ein Subunternehmer hätte die Leistungen erbracht. Die Servicegesellschaften, die die Rechnung gestellt haben, verschwinden anschließend, ohne die Einnahmen deklariert zu haben und werden unter anderem Namen neu gegründet. 

 

3. Abdeckrechnungen 

Betriebe bestellen beispielsweise Baumaterialien. Der Lieferant erstellt dafür eine Rechnung. Anschließend storniert der Betrieb die Bestellung. Alternativ nutzt der Betrieb gefälschte Materialrechnungen. Unter dem Vorwand die Rechnung zu bezahlen, hebt er Geld ab, um seine Schwarzarbeiter zu bezahlen. Die Rechnungen werden auf der Ausgabenseite angegeben, obwohl die Kosten nie angefallen sind. In der Buchführung dienen diese Abdeckrechnungen anschließend dazu, die eigentliche Nutzung des Geldes zu verschleiern. Damit soll verhindert werden, dass bei Prüfung der Bücher ein Missverhältnis zwischen Umsatz und Lohnausgaben entsteht. Wir wenden zur Ermittlung solcher Umgehungsstrategien die 66 2/3 Methode an. Diese Methode ist eine Faustregel im Baugewerbe. Sie besagt, dass zwei Drittel des Umsatzes für Lohn- und Personalkosten aufgewendet werden.

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