Wegfall der Ergänzungshaftung bei Beendigung von Bauarbeitsverhältnissen

Um mögliche Haftungsrisiken aus der betrieblichen Altersversorgung auszuschließen, musste der Arbeitgeber bisher seinem Arbeitnehmer für den Fall seines vorzeitigen Ausscheidens zweimal die sogenannte „versicherungsförmige Lösung“ erklären. Hier galt eine Frist von drei Monaten nach dem Ausscheiden. Diese versicherungsvertragliche Lösung war in der Praxis für den Arbeitgeber sehr aufwändig umsetzbar.

Aufgrund einer aktuellen Änderung des Betriebsrentengesetzes entfällt die Anforderung an den Arbeitgeber, die Festlegung der versicherungsförmigen Lösung gegenüber seinem Arbeitnehmer und der Pensionskasse binnen einer Frist von drei Monaten seit dem Ausscheiden zu erklären. 

Die versicherungsförmige Lösung in § 2 BetrAVG wurde bei der Bewertung unverfallbarer Anwartschaften nun als Standardfall festgelegt.

Diese gesetzliche Standardlösung für Direktversicherungen und Pensionskassen erleichtert den Verwaltungsaufwand in der betrieblichen Altersversorgung für den Arbeitgeber enorm.