Gleiche Rechte und Pflichten

Geltungsbereich

Zur Teilnahme an den Sozialkassenverfahren der Bauwirtschaft sind alle Baubetriebe berechtigt und verpflichtet, die vom räumlichen und betrieblichen Geltungsbereich des Tarifvertrages über das Sozialkassenverfahren im Baugewerbe (VTV) beziehungsweise vom Sozialkassenverfahrensicherungsgesetz (SokaSiG) erfasst werden. Damit sollen die Beschäftigten gleiche Rechte und Pflichten erhalten sowie die Wettbewerbsfähigkeit der in Deutschland tätigen Unternehmen gestärkt werden.

 

Die Tarifverträge über das Sozialkassenverfahren im Baugewerbe beziehungsweise das SokaSiG gelten für alle Betriebe, die ihren Betriebssitz im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland haben. Dies beinhaltet auch die Entsendung von baugewerblichen Arbeitnehmern aus dem Ausland nach Deutschland.
 
Damit auf deutschen Baustellen einheitliche Urlaubsregelungen existieren, gelten auch für ausländische Arbeitgeber und deren entsandte Arbeitnehmer die besonderen Urlaubsregelungen der deutschen Bauwirtschaft. Zur Umsetzung der entsprechenden Regelungen führt SOKA-BAU das Urlaubsverfahren der deutschen Bauwirtschaft für Entsendebetriebe durch. Dieses Verfahren wird auch als Entsendeverfahren bezeichnet.

Zum Entsende-Europaverfahren

Um einen Baubetrieb handelt es sich, 

  • wenn er gewerblich Bauten aller Art erstellt 
  • oder gewerblich bauliche Leistungen erbringt, die mit und ohne Lieferung von Baumaterialien oder Bauteilen der Erstellung, Instandsetzung, Instandhaltung, Änderung oder Beseitigung von Bauwerken dienen wie z. B. Fliesenlegearbeiten, Trocken- und Montagearbeiten, 
  • oder mit oder ohne Lieferung von Stoffen und Bauteilen gewerblich sonstige bauliche Leistungen erbringt. 

Tarifvertrag

Zum persönlichen Geltungsbereich gehören alle in einem Baubetrieb beschäftigten Arbeitnehmer und Auszubildenden. Da die Bautarifverträge bzw. das Sozialkassenverfahrensicherungsgesetz (SokaSiG) für gewerbliche Arbeitnehmer und für Angestellte unterschiedliche Leistungen und Beiträge vorsehen, werden diese Personengruppen nachfolgend gesondert erläutert.

Gewerbliche Arbeitnehmer/gewerbliche Aushilfen

  • Gewerbliche Arbeitnehmer sind insbesondere Mitarbeiter, die überwiegend körperlich und weisungsgebunden arbeiten.

Beispiele:

1. Angestellte

Angestellte sind beispielsweise Personen, die überwiegend kaufmännisch, büromäßig, beaufsichtigend beschäftigt sind und eine versicherungspflichtige Tätigkeit nach den Vorschriften des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch – gesetzliche Rentenversicherung – (SGB VI) ausüben.

2. Auszubildende

Als Auszubildende werden Personen bezeichnet, die in einem anerkannten Ausbildungsverhältnis im Sinne des Berufsbildungstarifvertrages ausgebildet werden und eine nach den Vorschriften des SGB VI versicherungspflichtige Tätigkeit ausüben.

3. Dienstpflichtige Arbeitnehmer

Dies sind alle dienstpflichtigen Arbeitnehmer, die vor der Ableistung ihrer gesetzlichen Dienstpflicht bei einem Baubetrieb eine rentenversicherungspflichtige Tätigkeit ausüben.
 

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Einige Praxisbeispiele

Zu dieser Arbeitnehmergruppe gehören beispielsweise Studenten, Schüler, Gelegenheitsarbeiter, Ferienarbeiter sowie tageweise oder auch nur stundenweise Beschäftigte. Gleiches gilt für Arbeitnehmer, die in einem zweiten Arbeitsverhältnis stehen. Auf die individuelle Steuerpflicht des Arbeitnehmers kommt es für die Beurteilung der Beitragspflicht nicht an.

Beiträge sind auch für die Arbeitnehmer eines Baubetriebes zu zahlen, die selbst nicht mit Bauarbeiten beschäftigt sind. Unabhängig von der Länge der Beschäftigungsdauer sind auch für Arbeitnehmer mit befristeten Arbeitsverhältnissen Beiträge zu zahlen.

Bürokräfte, die ausschließlich mit Botengängen, Reinigen, Aufräumen und ähnlichen Arbeiten beschäftigt werden, gehören zu den gewerblichen Arbeitnehmern. Für gewerbliche Arbeitnehmer mit einer nur geringfügigen Beschäftigung (§ 8 SGB IV) – „Mini­Jobs“ – sind Beiträge zu zahlen.

Aus dem Grundsatz heraus, dass die Tarifverträge bzw. das SokaSiG alle gewerblichen Arbeitnehmer erfassen, sind auch für Raumpfleger/-innen Sozialkassenbeiträge zu zahlen. Die Berechnungsgrundlage bildet nicht der Mindestlohn im Baugewerbe, sondern der gesetzliche Mindestlohn oder der Mindestlohn im Reinigungsgewerbe.

Für Rentner, die zusätzlich als gewerbliche Arbeitnehmer in einem Baubetrieb beschäftigt sind, sind Beiträge zu zahlen. Die Frage, ob Rente gewährt wird oder nicht, ist dabei ohne Bedeutung. 

Werkpoliere und Baumaschinen­Fachmeister gehören im Gegensatz zu den (angestelltenversicherungspflichtigen) Polieren und Schachtmeistern zu den gewerblichen Arbeitnehmern.

Die tarifvertragliche Regelung über die Zusatzversorgung im Baugewerbe gilt grundsätzlich für alle Angestellten im Sinne der Vorschriften des SGB VI. Wir stellen – wie bei den gewerblichen Arbeitnehmern – ausschließlich auf die ausgeübte Tätigkeit ab. Es kommt also nicht darauf an, ob für den jeweiligen Angestellten tatsächlich Rentenversicherungsbeiträge gezahlt werden müssen oder nicht.

Beitragsfreie Personen

Der Arbeitgeber hat keine Beiträge zu zahlen für

  • die unter § 5 Abs. 2 Nrn. 1–4 und Abs. 3 des Betriebsverfassungsgesetzes (BetrVG) fallenden Personen; 
  • Angestellte, die nur eine geringfügige Beschäftigung im Sinne des § 8 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch (SGB IV) ausüben;
  • Auszubildende; 
  • Praktikanten;
  • Angestellte, die sich in Elternzeit oder Pflegezeit befinden.

Eine geringfügige Beschäftigung gemäß § 8 SGB IV liegt vor, wenn

  • das Arbeitsentgelt aus dieser Beschäftigung regelmäßig im Monat 450 Euro nicht übersteigt;
  • die Beschäftigung im Kalenderjahr im Voraus auf längstens zwei Monate oder 50 Arbeitstage (vom 01.01.2015 bis 31.12.2018 70 Tage) begrenzt ist.

Eine kurzfristige (geringfügige) Beschäftigung liegt dann nicht mehr vor, wenn sie berufsmäßig ausgeübt wird und das erzielte Arbeitsentgelt 450 Euro im Monat übersteigt.

Mehrere geringfügige  Arbeitsverhältnisse sind bei der Ermittlung der Höchstgrenze zusammenzurechnen.

Geringfügige Beschäftigungen liegen z. B. dann nicht mehr vor, wenn das Arbeitsentgelt aus zwei Beschäftigungsverhältnissen zusammen regelmäßig im Monat 450,00 EUR überschreitet.

Leitende Angestellte

Ebenfalls von der Beitragspflicht ausgenommen sind leitende Angestellte. Gemäß § 5 Abs. 3 BetrVG ist leitender Angestellter, wer nach Arbeitsvertrag und Stellung im Unternehmen oder im Betrieb

  • zur selbstständigen Einstellung und Entlassung von im Betrieb oder in der Betriebsabteilung beschäftigten Arbeitnehmern berechtigt ist oder Generalvollmacht oder Prokura hat und die Prokura auch im Verhältnis zum Arbeitgeber nicht unbedeutend ist oder
  • regelmäßig sonstige Aufgaben wahrnimmt, die für den Bestand und die Entwicklung des Unternehmens  oder  eines  Betriebs  von  Bedeutung sind und deren Erfüllung besondere Erfahrungen und Kenntnisse voraussetzt, wenn der Angestellte dabei die Entscheidungen im Wesentlichen frei von Weisungen trifft.

Da im konkreten Einzelfall die Beurteilung schwierig sein kann, ob eine bestimmte Person als leitender Angestellter anzusehen ist, bitten wir, die Befugnisse und Vollmachten des Betroffenen durch entsprechende Nachweise (Arbeitsvertrag, Tätigkeitsschilderung, Handelsregisterauszug, Schilderung der Weisungs- und Entscheidungsbefugnisse) zu belegen.

Ruhendes Arbeitsverhältnis

Ruht das Arbeitsverhältnis, z. B. während Erziehungsurlaub (Elternzeit) oder Pflegezeit, so sind in dieser Zeit keine Sozialkassenbeiträge zu zahlen. Für den Zeitraum des Mutterschutzes sind dagegen Sozialkassenbeiträge zu entrichten.

Vertretungsorgan des Betriebs

Zu den unter § 5 Abs. 2 Nrn. 1 bis 4 BetrVG fallenden Personen gehört z. B. das Vertretungsorgan eines Betriebs – also bei einer GmbH der im Handelsregister eingetragene Geschäftsführer. Für diesen sind keine Sozialkassenbeiträge zu entrichten.

Wegfall des Gehaltes

Die Verminderung oder der Wegfall des Gehaltsanspruchs (z. B. aufgrund von Mutterschutz, Krankheit mit Krankengeldbezug oder einer Freistellungsphase bei Altersteilzeitvereinbarungen) beeinflusst die Teilnahme am Zusatzversorgungsverfahren nicht. Auch wenn der Arbeitgeber vorübergehend das Gehalt nicht weiterzahlen muss, weil der Angestellte z. B. längere Zeit wegen Krankheit keine Arbeitsleistung erbringen kann, so hat der Arbeitgeber aber – solange das Arbeitsverhältnis besteht – grundsätzlich die Beiträge für die Zusatzversorgung zu entrichten. Ausschlaggebend ist allein das Bestehen des Arbeitsverhältnisses.

Arbeitnehmer, die sich in Elternzeit/Pflegezeit befinden

Beim Erziehungsgeld handelt es sich nicht um Lohn, es ist daher auch nicht in die Bruttolohnsumme einzubeziehen.

Auszubildende und Umschüler im Sinne des Berufsbildungsgesetzes

Der Ausbildungsvertrag ist bei der Industrie­ und Handelskammer bzw. Handwerkskammer registriert. Das Berufsausbildungsverhältnis ist ein besonders ausgestaltetes Rechtsverhältnis, dessen Zweck die Berufsausbildung ist.

Wird hingegen in einem Vertrag zwischen dem ausbildenden Betrieb und dem Auszubildenden bzw. dem Umschüler ein ordentliches Arbeitsverhältnis mit entsprechender Entlohnung vereinbart, so liegt kein Ausbildungsvertrag, sondern ein normaler Arbeitsvertrag vor. Dies hat zur Folge, dass für diese Person Sozialkassenbeiträge gezahlt werden müssen.

Bundesfreiwilligendienst

Der Wehrsold ist kein Lohn, also auch kein Bestandteil der Bruttolohnsumme. Für Dienstpflichtige sind allerdings Beiträge für die Zusatzversorgung zu zahlen.

Beförderungsleistungen

Nicht vom Mindestlohntarifvertrag der Baubranche erfasst werden Arbeitnehmer, soweit sie außerhalb ihrer Arbeitszeit Beförderungsleistungen nach § 5 Nr. 4.4 BRTV übernehmen.

Mitarbeitende Familienangehörige

Für mitarbeitende Familienangehörige sind Sozialkassenbeiträge zu zahlen, wenn ein Arbeitsverhältnis vorliegt, d. h. ihre Tätigkeit über den Rahmen der familienrechtlichen Verpflichtungen hinausgeht und sie ein Entgelt beziehen, das vergleichbar ist mit dem Entgelt fremder Arbeitskräfte. Bei freier Wohnung und Verpflegung ist der gemäß den Richtlinien des Finanzamtes als Sachbezug festgesetzte Wert dem Entgelt hinzuzurechnen.

Zum Kreis der mitarbeitenden Familienangehörigen gehören auch die Meistersöhne und -töchter, für die ebenfalls Sozialkassenbeiträge zu zahlen sind, sobald von ihnen eine rentenversicherungspflichtige Tätigkeit ausgeübt wird.


Typische Baubetriebe nach VTV/BRTV/SokaSiG


Die nachfolgende Tabelle über typische baugewerbliche Tätigkeiten sowie typische Ausnahmen dient als Orientierungshilfe.

Bauliche Leistung im Sinne von § 1 Abs. 2 BRTV/VTV/Anlage zu § 7 SokaSiG

A

  • Abdichtung gegen Feuchtigkeit
  • Abbundarbeiten
  • Abbrucharbeiten
  • Aptierungen und Drainagen
  • Armierungen – s. Stahlbiege- und -flechtarbeiten
  • Asbestsanierungen (Entfernen, Verfestigen, Beschichten)
  • Ausschachtungen/Aushubarbeiten

B

  • Bauhof unterhalten/Werkstatt betreiben, auch für einen anderen Baubetrieb
  • Baumaschinenvermietung – s. Vermietung von Baumaschinen
  • Baustoffprüf- oder Laborarbeiten, auch für einen anderen Baubetrieb
  • Bautrocknungsarbeiten
  • Betonbohren und -sägen
  • Beton- und Stahlbetonarbeiten
  • Bodendurchpressungen/Durchörterungen
  • Bohrarbeiten im Erdreich (z. B. Baugrunduntersuchung, Aufschlussbohrungen, Horizontalbohrungen)
  • Bohrarbeiten zur Schaffung von Öffnungen für Versorgungsleitungen
  • Brandschutzarbeiten
  • Brandschutztüren montieren
  • Brunnenbauarbeiten

C

  • Chemische Bodenverfestigungen

D

  • Dämm-/(Isolier-)Arbeiten an Bauwerken (Wärme-, Kälte-, Schallschutz-, Schallschluck-, Schallverbesserungs-, Schallveredelungsarbeiten)
  • Dämm-/(Isolier-)Arbeiten an Land-, Luft- und Wasserfahrzeugen oder techn. Anlagen
  • Deichbau
  • Deponiebau
  • Drainagen und Aptierungen
  • Durchbrucharbeiten

E

  • Enttrümmerungsarbeiten
  • Erdbewegungsarbeiten
  • Estricharbeiten

F

  • Faschinierung
  • Fertigbauarbeiten: Einbauen oder Zusammenfügen von Fertigbauteilen zur Erstellung, Instandsetzung, Instandhaltung oder Änderung von Bauwerken; ferner das Herstellen der Fertigbauteile, wenn diese zum überwiegenden Teil selbst oder durch einen Betrieb desselben Unternehmens eingebaut werden
  • Fertighäuser (s. Fertigbauarbeiten)
  • Feuerungs- und Ofenbauarbeiten
  • Fischtreppen
  • Flächentrocknung (z. B. Estrich)
  • Fliesen-, Platten- und Mosaik-Ansetz- und Verlegearbeiten
  • Folien verlegen
  • Fotovoltaik-/Solarmontagen  Fugarbeiten an Bauwerken

G

  • Gabionenbau
  • Glasstahlbetonarbeiten/Glasbausteine verarbeiten
  • Geothermiearbeiten/Erdwärmebohrungen
  • Gleisbauarbeiten
  • Grabenräumung

H

  • Hausmeister/Facility-Management (Holz- und Bautenschutz, Maler und Lackierer, Putz, Fliesen, Reparaturen etc.)
  • Herstellen von nicht lagerfähigen Baustoffen, wie Beton- und Mörtelmischungen, wenn mit dem überwiegenden Teil der hergestellten Baustoffe die Baustellen des herstellenden Betriebs oder eines anderen Betriebs desselben Unternehmens versorgt werden
  • Hochbauarbeiten
  • Holzbauarbeiten (s. Zimmerer)
  • Herstellung und/oder Montage von Holzfertighäusern in Sandwich- oder Blockbohlenbauweise
  • Herstellung und Montage von Holzleimbindern und Nagelplattenbinderkonstruktionen
  • Holzschutzarbeiten an Bauteilen

I

  • Isolierungen (Wärme-, Kälte-, Schallschutz-, Schallschluck-, Schallverbesserungs-, Schallveredelungsarbeiten)

K

  • Kabelleitungstiefbau – s. Rohrleitungsbau
  • Kanalbau-/(Sielbau-)Arbeiten inkl. Kanalinspektionen und -reinigungen
  • Kugelstrahlarbeiten

L

  • Landgewinnung
  • Lawinenverbau
  • Leitplankenmontage

M

  • Maurerarbeiten
  • Melioration
  • Mischgutproduktion, auch für einen anderen Baubetrieb

N

  • Nagelplattenbinder-Herstellung und -Montage

P

  • Pflasterarbeiten aller Art
  • Photovoltaik-/Solarmontagen
  • Pipelinebau
  • Planierarbeiten
  • Planungsarbeiten, auch für einen anderen Baubetrieb
  • Platten verlegen (Pflaster- oder Fliesenlegearbeiten)
  • Putzarbeiten – s. Stuckarbeiten

R

  • Rabitzarbeiten
  • Rammarbeiten
  • Rohrleitungsbau-, Rohrleitungstiefbau-, Kabelleitungstiefbauarbeiten und Bodendurchpressungen
  • Rohrleitungsbau in/für industrielle(n) Anlagen
  • Rückbauarbeiten

S

  • Sägewerk (Zuschnitt für die Zimmerei)
  • Säurebauhandwerk (= Schutz gegen aggressive Stoffe, wie Laugen, Säuren)
  • Sandstrahlarbeiten
  • Schachtbau- und Tunnelbauarbeiten
  • Schadstoffsanierung (Asbest, PAK, PCB, KFM)
  • Schallschutzwälle errichten
  • Schallschutzwände aufstellen/montieren
  • Schalungsarbeiten
  • Schleusenanlagen/Vorflutanlagen
  • Schornsteinbauarbeiten
  • Schweißarbeiten (z. B. für den Rohrleitungsbau oder den Gleisbau)
  • Schwimmbadbau
  • Seitenbefestigungen an Verkehrswegen
  • Sportanlagenbau
  • Spreng-, Abbruch- und Enttrümmerungsarbeiten
  • Spundwände montieren (Bohlen aus Holz, Stahlbeton oder Stahl z. B. zur Baugrubenabsicherung sowie zum Kanal- und Wasserbau)
  • Stahlbiege- und -flechtarbeiten, soweit sie zur Erbringung anderer baulicher Leistungen des Betriebs ausgeführt werden
  • Stahlhallenmontage
  • Stakerarbeiten
  • Straßenbauarbeiten
  • Straßenfräsarbeiten
  • Straßenwalzarbeiten
  • Stuck-, Putz-, Gips- und Rabitzarbeiten, einschließlich des Anbringens von Unterkonstruktionen und Putzträgern
  • Subunternehmen fachlich anleiten, anweisen, überwachen

T

  •  Teichbau
  • Terrazzoarbeiten
  • Tiefbauarbeiten
  • Transportarbeiten, soweit sie zur Erbringung anderer baulicher Leistungen des Betriebs ausgeführt werden
  • Trennwandsysteme montieren
  • Treppenbauarbeiten (Herstellung, Handel und Montage)
  • Trockenmauern erstellen
  • Trockenestricharbeiten  – s. Estricharbeiten
  • Tunnelbauarbeiten

U

  • Urbarmachung von Grundstücken

V

  • Verbauarbeiten (Berliner Verbau)
  • Verlegen von Bodenbelägen in Verbindung mit anderen baulichen Leistungen
  • Vermieten von Baumaschinen mit Bedienungspersonal (z. B. Asphaltkocher, Betonpumpen), wenn die Baumaschinen mit Bedienungspersonal zur Erbringung baulicher Leistungen eingesetzt werden
  • Vertriebstätigkeiten, auch für einen anderen Baubetrieb
  • Verwaltungsarbeiten, auch für einen anderen Baubetrieb

W

  • Wasserwerksbau-, Wasserhaltungs- und Wasserbauarbeiten
  • Wegebauarbeiten
  • Wildbachverbau
  • Windkraftanlagen errichten

Z

  • Zimmer- und Holzbauarbeiten im Rahmen des Zimmergewerbes
  • Zaunbau
  • Zusammenhangstätigkeiten (bspw. Baustelleneinrichtung, Beräumung, Reinigung, Transporte

Es handelt sich um keine baulichen Leistungen im Sinne von § 1 Abs. 2 BRTV/VTV/Anlage zu § 7 SokaSiG, wenn diese arbeitszeitlich überwiegend ausgeführt werden und keine Rückausnahme vorliegt. Eine Rückausnahme liegt vor, wenn das ausgenommene Gewerk mit den Worten „soweit …“ oder „soweit nicht …“ konkretisiert wird.

  • Betonwaren und Terrazzowaren herstellendes Gewerbe
  • Dachdeckerhandwerk (eigene Sozialkasse)
  • Elektroinstallationsgewerbe
  • Gas- und Wasserinstallationsgewerbe
  • Gerüstbauhandwerk (eigene Sozialkasse)
  • Glaserhandwerk
  • Herd- und Ofensetzerhandwerk
  • Klempnerhandwerk
  • Klimaanlagenbauer
  • Maler- und Lackiererhandwerk (eigene Sozialkasse)
  • Naturstein- und Naturwerksteinindustrie
  • Nassbaggerei
  • Parkettlegerhandwerk
  • Säurebauindustrie
  • Schreiner- oder Tischlerhandwerk
  • Steinmetzhandwerk (eigene Sozialkasse)
  • im Hauptverband der Holz und Kunststoffe verarbeitenden Industrie und verwandter Industriezweige e. V.;
  • in der Vereinigung Deutscher Sägewerksverbände e. V.;
  • in der Sozialpolitischen Arbeitsgemeinschaft Steine und Erden;
  • im Bundesverband der Deutschen Mörtelindustrie e. V.;
  • im Bundesverband der Deutschen Transportbetonindustrie e. V.;
  • im Bundesarbeitgeberverband Chemie e. V.;
  • in den Verbänden der kunststoffverarbeitenden Industrie;
  • im Gesamtverband der Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie e. V. (Gesamtmetall).

Maler und Lackierer

  • Betriebe, die von den Rahmentarifverträgen für die gewerblichen Arbeitnehmer im Maler- und Lackiererhandwerk in der Bundesrepublik Deutschland bzw. im Saarland oder deren Allgemeinverbindlicherklärung erfasst werden

Abbruch

  • Betriebe, die unmittelbar oder mittelbar Mitglied im Deutschen Abbruchverband e. V., im Fachverband Betonbohren und -sägen Deutschland e. V. oder im Abbruchverband Nord e. V. sind

Garten- und Landschaftsbau

  • Betriebe, die Mitglied des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. sind und mindestens 20 % der betrieblichen Gesamtarbeitszeit Grünarbeiten ausführen

Lohnunternehmen Land- und Forstwirtschaft

  • Lohnunternehmen in der Land- und Forstwirtschaft, die vom Bundesrahmentarifvertrag für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der land- und forstwirtschaftlichen Lohnunternehmen in der Bundesrepublik Deutschland erfasst werden

Holz und Kunststoff

  • Betriebe, die unmittelbar oder mittelbar Mitglied des Bundesverbandes Holz und Kunststoff sind und überwiegend Tätigkeiten ausüben, die in den fachlichen Geltungsbereich des am 01.01.2013 geltenden Manteltarifvertrags für das Tischlerhandwerk im nordwestdeutschen Raum der Bundesrepublik Deutschland fallen

Metall

  • Betriebe, die Mitglied des Bundesverbandes Metall – Vereinigung Deutscher Metallhandwerke, des Zentralverbandes Sanitär-Heizung-Klima oder des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke sind, von einem Mantel- oder Rahmentarifvertrag dieser Verbände oder ihrer Mitgliedsverbände erfasst werden und überwiegend Tätigkeiten ausüben, die im fachlichen Geltungsbereich eines am 01.01.2003 geltenden Mantel- oder Rahmentarifvertrages dieser Verbände oder ihrer Mitgliedsverbände genannt sind

 

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