Vorteile des Urlaubsverfahrens
  • Arbeitgeber müssen nicht bereits nach sechs Monaten Beschäftigung einen vollen Jahresurlaub zahlen.
  • Gewährung von Urlaub unabhängig von im Betrieb erworbenen Ansprüchen möglich
  • Urlaubskosten werden gleichmäßig über das Kalenderjahr verteilt.
  • Einsatzflexibilität durch lange Urlaubsübertragung und Entschädigungsmöglichkeit

Hintergrund

Am 8. April 1949 wurde die Gemeinnützige Urlaubskasse für die Bauwirtschaft in Marburg ins Leben gerufen. Zweck der Urlaubskasse war die Durchführung des zu dieser Zeit so genannten Urlaubsmarkenverfahrens. 13 regionale Bauverbände und Baugewerkschaften unterzeichneten das Gründungsprotokoll. Die Satzung der Urlaubskasse war von Beginn an auf die Erfassung aller Bauarbeiter in der Bundesrepublik Deutschland gerichtet.

Die Einführung des Urlaubskassenverfahrens erfolgte zunächst für die britische Zone. Im Jahr 1950 schloss sich die amerikanische und im Jahr 1951 die französische Besatzungszone an. Als Sitz der Urlaubskasse wurde Frankfurt am Main beschlossen. Seit 1997 führt SOKA-BAU das Urlaubskassenverfahren auch für nach Deutschland entsandte Arbeitnehmer durch.

Ausgezahltes Urlaubsgeld 

             

Urlaubsvergütungen

Entschädigungen     

Abgeltungen

2017

2.022.473.278 EUR

35.553.247 EUR

45.610.481 EUR

2016

1.954.763.043 EUR

33.453.368 EUR

43.112.920 EUR

Häufig gestellte Fragen

Gewerbliche Arbeitnehmer haben im Kalenderjahr (Urlaubsjahr) 30 Tage Urlaub – Schwerbehinderte 35 Tage. Nach jeweils 12 Beschäftigungstagen erwerben sie sich Anspruch auf einen Urlaubstag – Schwerbehinderte nach 10,3 Beschäftigungstagen. Samstage gelten dabei nicht als Urlaubstage.

Technische oder kaufmännische Angestellte dürfen 30 Tage bezahlten Urlaub pro Jahr nehmen. Das Urlaubsentgelt berechnet sich aus dem durchschnittlichen Gehalt der letzten drei Monate. Für jeden Tag Urlaub erhält der Angestellte ein zusätzliches Urlaubsgeld von 19 Euro (2017).

Der Urlaubsanspruch ist in § 10 des Rahmentarifvertrages für die Angestellten und Poliere des Baugewerbes geregelt. 
 

Die Urlaubsvergütung (Urlaubsentgelt und zusätzliches Urlaubsgeld) beträgt deutschlandweit 14,25 % des Bruttolohns – bei Schwerbehinderten 16,63 %.