Abrechnungsoptionen & Spitzenausgleich

Überweisung

Landesbank Hessen-Thüringen, Frankfurt am Main
BLZ: 500 500 00
Konto-Nr.: 15 000 003
IBAN: DE 15 5005 0000 0015 0000 03
BIC: HELA DE FF

Landesbank Hessen-Thüringen, Frankfurt am Main
BLZ: 500 500 00
Konto-Nr.: 16 900 003
IBAN: DE 17 5005 0000 0016 9000 03
BIC: HELA DE FF

Nutzen Sie bitte die nachfolgende Bankverbindung für Ihre Überweisung, wenn Sie den Sozialkassenbeitrag und die Winterbeschäftigungsumlage in einer Zahlung zusammenfassen möchten:

Landesbank Hessen-Thüringen, Frankfurt am Main
BLZ: 500 500 00
Konto-Nr.: 16 900 003
IBAN: DE17 5005 0000 0016 9000 03
BIC: HELA DE FF

 

Saldierung von Beiträgen und Erstattungen

Beitragsforderungen eines Meldemonats werden mit Erstattungen für gezahlte Urlaubs- oder Ausbildungsvergütungen desselben Monats unter folgenden Voraussetzungen saldiert:

  • Die Meldungen liegen vollständig für alle Arbeitnehmer vor.
  • Es bestehen keine Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Erstattungen.
  • Sie überweisen vorab den Differenzbetrag zwischen dem Erstattungsbetrag und dem höheren Sozialkassenbeitrag.

Die Gutschrift der Erstattungen zum Ausgleich des Beitrags erfolgt zum Zeitpunkt der Differenzzahlung. Sofern diese Zahlung erst nach der Beitragsfälligkeit eintrifft, werden bis zu diesem Zeitpunkt Verzugszinsen berechnet.

Sind Ihre Erstattungsforderungen höher als der Beitrag, erfolgt umgehend die Auszahlung des Differenzbetrages auf Ihr Bankkonto. Sofern Sie dies wünschen, kann hiervon zunächst ein bestehender Sollsaldo bei der Winterbeschäftigungsumlage ausgeglichen und erst dann ein zugunsten Ihres Betriebs verbleibendes Guthaben auf Ihr Bankkonto überwiesen werden. Sollten Sie diese Einbeziehung der Winterbeschäftigungsumlage wünschen, senden Sie bitte eine entsprechende unterschriebene Erklärung an SOKA-BAU.

Die Saldierung ist seit 01.07.2013 das obligatorische monatliche Abrechnungsverfahren, sofern keine Teilnahme am Spitzenausgleich erfolgt.

Auch wenn Ihr Beitragskonto einen Beitragsrückstand aufweist, steht einer Saldierung der Beiträge mit Erstattungsleistungen unter den eingangs genannten Voraussetzungen künftig nichts mehr entgegen. Bei der Zahlung des Differenzbetrags zwischen dem Erstattungsbetrag und dem höheren Sozialkassenbeitrag berücksichtigen Sie bitte auch eventuell bereits entstandene Verzugszinsen und Kosten.

Die Saldierung gilt auch für Forderungen, die vor dem 01.07.2013 entstanden sind.

Beispiel 1: Laufende monatliche Saldierung

Betrieb A hat bis einschließlich Juli 2016 alle Meldungen vollständig eingereicht und alle Beiträge bezahlt. Die zum 15.09.2016 fällige Meldung für den Monat August 2016 wird am 12.09.2016 vollständig eingereicht. Aus diesen gemeldeten Bruttolöhnen ergibt sich eine Beitragsforderung in Höhe von 7.000 Euro sowie ein Erstattungsanspruch für gewährten Urlaub von 3.000 Euro.

Der sich aus der Meldung ergebende Beitrag kann mit den Erstattungen saldiert werden, sobald die Differenzzahlung eingeht. 

Rechnung:
Beitragsforderung 7.000 EUR
Erstattungsbetrag ./. 3.000 EUR
Differenzbetrag 4.000 EUR

Der Betrieb zahlt lediglich die Differenz von 4.000 Euro bis zum 20.09.2016 bzw. diese wird per Lastschrift eingezogen.

Beispiel 2: Laufende monatliche Saldierung

Betrieb A hat bis einschließlich Juli 2016 alle Meldungen vollständig eingereicht und alle Beiträge sind bezahlt. Die zum 15.09.2016 fällige Meldung für den Monat August 2016 wird am 12.09.2016 vollständig eingereicht. Aus dieser Meldung ergibt sich aus den gemeldeten Bruttolöhnen eine Beitragsforderung in Höhe von 4.500 Euro sowie ein Erstattungsanspruch für gewährten Urlaub von 5.000 Euro.

Der sich aus der Meldung ergebende Beitrag wird mit den Erstattungen saldiert. 

Rechnung:
Beitragsforderung 4.500 EUR
Erstattungsbetrag ./. 5.000 EUR
Differenzbetrag 500 EUR

Da der Erstattungsbetrag höher als die Beitragsforderung ist, wird die verbleibende Differenz von 500 Euro umgehend von SOKA-BAU an den Betrieb überwiesen bzw. auf Wunsch des Betriebes auch zum Ausgleich der Winterbeschäftigungsumlage verwendet.

Beispiel 3: Saldierung zunächst nicht möglich

Die zum 15.09.2016 fällige Meldung für den Monat August 2016 wurde am 12.09.2016 vollständig eingereicht. Aus den gemeldeten Bruttolöhnen ergab sich eine Beitragsforderung in Höhe von 4.500 Euro sowie ein Erstattungsanspruch für gewährten Urlaub von 3.000 Euro. 

Der sich aus der Meldung ergebende Beitrag wurde nicht mit Erstattungen saldiert, weil der Betrieb den Differenzbetrag bislang nicht bezahlt hatte. Die zum 15.10.2016 fällige Meldung für den folgenden Monat September 2016 wird am 10.10.2016 eingereicht. Aus den gemeldeten Bruttolöhnen ergibt sich eine Beitragsforderung in Höhe von 4.000 Euro sowie ein Erstattungsanspruch für gewährten Urlaub von 2.000 Euro. 

Folgende Summen sind aus beiden Monaten nun aufgelaufen:

Beitragsforderung 8.500 EUR
Erstattungsbetrag 5.000 EUR

Der sich aus den Meldungen ergebende Beitrag wird nicht mit den Erstattungen saldiert, solange die Differenzzahlung in Höhe von 3.500 Euro, die zum Kontenausgleich führt, nicht eingetroffen ist. Aus der gesamten Beitragssumme, für die Verzug eingetreten ist, entstehen Verzugszinsen.

Beispiel 4: Nachträgliche Saldierung

Die Meldungen für Januar bis Mai 2017 wurden regelmäßig eingereicht. Aus diesen Meldungen ergibt sich eine Beitragsforderung in Höhe von 10.500 Euro sowie ein Erstattungsanspruch für gewährten Urlaub von 6.000 Euro. Zahlungen erfolgten nicht. Verzugszinsen in Höhe von 225 Euro wurden per 30.06.2017 berechnet. Der Betrieb zahlt am 01.07.2017 4.725 Euro ein.

Beitragsforderung 10.500 EUR
Zinsforderung zzgl. 225 EUR
Erstattungsbetrag ./. 6.000 EUR
Differenzbetrag 4.725 EUR

Der sich aus den Meldungen ergebende Beitrag wird mit den Erstattungen saldiert, da es durch die Differenzzahlung zum Ausgleich des Beitragskontos kommt.

 

Spitzenausgleich

Bei Teilnahme am Spitzenausgleichsverfahren werden für die Dauer von vier oder wahlweise sechs Monaten die Sozialkassenbeiträge für Ihre gewerblichen Arbeitnehmer und ggf. Angestellten mit Ihren Erstattungsansprüchen für gewährte Urlaubsvergütungen sowie Ausbildungsvergütungen verrechnet. In dieser Zeit entfallen Ihre Beitragszahlungen an uns sowie die Überweisung von Erstattungsbeträgen durch uns.

Sie können in das Spitzenausgleichsverfahren jeweils zum Monatsersten einsteigen. Bitte stellen Sie dafür mindestens sechs Wochen vorher einen formlosen Antrag.

Teilnahmevoraussetzung ist neben der monatlichen Zusendung von arbeitnehmerbezogenen Meldungen, dass Sie Ihre Beitragszahlungen für die letzten 12 Monate vor Abgabe Ihrer Teilnahmeerklärung vollständig und fristgerecht geleistet haben. Diese Voraussetzung ist auch erfüllt, wenn Sie innerhalb dieses Zeitraumes nur für einen Kalendermonat in Verzug waren und nach Erinnerung Ihren Verpflichtungen nachgekommen sind.

Sozialkassenbeiträge und die Winterbeschäftigungsumlage sind bei Teilnahme am Spitzenausgleich nicht mehr monatlich an SOKA-BAU zu zahlen, sondern bis zum letzten Tag des Monats, der auf ein Intervall folgt.

Beispiel:
Intervall: 01.01.2017 bis 30.04.2017
Fälligkeitstermin: 31.05.2017

Zu den Fälligkeitsterminen nach einem Intervall werden die Ansprüche des Betriebs auf Erstattung von Urlaubsvergütung und Ausbildungsvergütungen mit den Beitragsansprüchen von SOKA-BAU für das entsprechende Intervall verrechnet.

Entsteht ein Saldo zugunsten Ihres Betriebs, wird zunächst ein für das entsprechende Intervall bestehender Sollsaldo bei der Winterbeschäftigungsumlage ausgeglichen und  dann das verbleibende Guthaben zugunsten Ihres Betriebs auf Ihr Bankkonto überwiesen.

Ergibt sich ein Saldo zugunsten von SOKA-BAU, sind Sie verpflichtet, den Betrag bis spätestens zum Letzten des Monats, der auf das Spitzenausgleichsintervall folgt (im Beispiel der 31.05.2017), an SOKA-BAU zu überweisen.

Die arbeitnehmerbezogenen Meldungen müssen auch im Spitzenausgleichsverfahren zum üblichen Fälligkeitstermin abgegeben werden. Eine Änderung der Spitzenausgleichsintervalle ist frühestens nach 12 Monaten möglich. Beachten Sie hierbei bitte eine Ankündigungsfrist von sechs Wochen.
 

 

Lastschriftverfahren/SEPA-Mandat

Ähnlich wie bei einer Einzugsermächtigung lassen sich über das SEPA-Lastschriftverfahren Zahlungen an einen Empfänger anweisen. Baubetriebe können das SEPA-Lastschriftverfahren nutzen, um ihre monatlichen Zahlungen (Sozialkassenbeiträge, Winterbeschäftigungsumlage) komfortabel per Lastschrift einziehen zu lassen. 

Ihre Vorteile bei SOKA-BAU:

  • Bei fristgerechter Meldung zum 15. eines Monats fallen keine Verzugszinsen an.
  • Sie haben keinen Überweisungsaufwand mehr.
  • Es gibt festgelegte Abbuchungszeiten.

Um am SEPA-Lastschriftverfahren teilzunehmen, sendet SOKA-BAU Ihnen gerne auf Wunsch (Telefon: 0800 1200-111) ein Formular zu. Es ist notwendig, dieses innerhalb von 90 Tagen unterschrieben bei SOKA-BAU einzureichen – gerne per Fax, Brief oder E-Mail.

 

Verzug

Der Sozialkassenbeitrag muss bis zum 20. des Folgemonats an SOKA-BAU gezahlt sein. Überschreiten Sie diesen Fälligkeitstermin, geraten Sie mit diesem Sozialkassenbeitrag unmittelbar – ohne weitere Mahnung – in Verzug.

In diesem Fall ist SOKA-BAU verpflichtet, Verzugszinsen in Rechnung zu stellen. Ab 01.07.2013 fallen für Beitragsrückstände Verzugszinsen in Höhe von 1,0 v. H. der vollen Beitragsforderung für jeden angefangenen Monat des Verzuges an.

Beispiel:
Der zum 20.08. fällige Beitrag in Höhe von 5.000 Euro wird erst am 27.11. bezahlt.
Verzugszinsen fallen für den fälligen Beitrag wie folgt an:
ab 21.08. 1 % von 5.000 EUR = 50 EUR
ab 21.09. 1 % von 5.000 EUR = 50 EUR
ab 21.10. 1 % von 5.000 EUR = 50 EUR
ab 21.11. 1 % von 5.000 EUR = 50 EUR

Insgesamt ergeben sich für die verspätete Zahlung in diesem Beispiel Verzugszinsen in Höhe von 200 Euro.

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