Urlaubsvergütung

Die Höhe der Urlaubsvergütung richtet sich nach dem bis zum Urlaubsbeginn verdienten Bruttolohn. Die Urlaubsvergütung (Urlaubsentgelt und zusätzliches Urlaubsgeld) beträgt in den alten und neuen Bundesländern 13,68 % seit 01.01.2016 (zuvor 14,25 %) und bei Schwerbehinderten 15,96 % seit 01.01.2016 (zuvor 16,63 %) des Bruttolohns.

Bruttolohn ist bei Arbeitnehmern, die dem deutschen Lohnsteuerrecht unterliegen,

  • der für die Berechnung der Lohnsteuer zugrunde zu legende und in die Lohnsteuerkarte oder die Lohnsteuerbescheinigung einzutragende Bruttoarbeitslohn einschließlich der Sachbezüge, die nicht pauschal nach § 40 EStG (Einkommensteuergesetz) versteuert werden;
  • der nach §§ 40a, 40b und 52 Abs. 52a EStG pauschal zu versteuernde Bruttoarbeitslohn mit Ausnahme des Beitrags für die tarifliche Zusatzversorgung der Arbeitnehmer (§ 15 Abs. 2 Satz 2 und Abs. 3 Satz 2 und § 16 Abs. 1 Tarifvertrag über das Sozialkassenverfahren im Baugewerbe), des Arbeitgeberanteils an der Finanzierung der Tariflichen Zusatzrente (§ 2 Abs. 1 bis 5 des Tarifvertrags über eine Zusatzrente im Baugewerbe) sowie des Beitrags zu einer Gruppen-Unfallversicherung.

Zum Bruttolohn gehören nicht das tarifliche 13. Monatseinkommen oder betriebliche Zahlungen mit gleichem Charakter (z. B. Weihnachtsgeld, Jahressonderzahlung), Urlaubsabgeltungen (diese sind nicht während eines bestehenden gewerblichen Arbeitsverhältnisses zu zahlen) und Abfindungen, die für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses gezahlt werden.

Für Arbeitnehmer, die nicht dem deutschen Lohnsteuerrecht unterliegen, wird der Berechnung der Urlaubsvergütung der Lohn einschließlich der Sachbezüge zugrunde gelegt, der nach Satz 1 bei Geltung des deutschen Steuerrechts unter Berücksichtigung von Satz 2 den Bruttolohn bildet.