Zusätzliche Altersversorgung in der Bauwirtschaft

Der Tarifvertrag für eine zusätzliche Altersversorgung in der Bauwirtschaft wurde bereits 1957 eingeführt, um die Nachteile bei der gesetzlichen Rente für langjährig im Baugewerbe beschäftigte Arbeitnehmer auszugleichen.

Beschäftigung im Baugewerbe ist häufig geprägt von Schlechtwetter, Winterarbeitslosigkeit und häufigem Arbeitsplatzwechsel. In Summe führt dies dazu, dass den Arbeitnehmern geringere Rentenansprüche zustehen. Dem soll die zusätzliche Altersvorsorge entgegenwirken.

Die Beiträge für die zusätzliche Altersvorsorge werden ausschließlich von den Arbeitgebern des Baugewerbes aufgebracht. Grundlage hierfür war der Tarifvertrag (TVR) für die Rentenbeihilfe und ab 01.01.2016 der Tarifvertrag über eine zusätzliche Altersvorsorge im Baugewerbe (TZA Bau) für die Tarifrente Bau.
 

Kurzer Überblick zur Altersvorsorge

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Hintergrund

Versichert im Rahmen der Rentenbeihilfe sind sowohl die gewerblichen Arbeitnehmer als auch die Angestellten. Ausgenommen sind lediglich geringfügig beschäftigte Angestellte und die leitenden Angestellten. Der TZA Bau gilt für Arbeitnehmer und Betriebe des Baugewerbes in ganz Deutschland. Er gilt auch für Betriebe in Berlin, die Betonwaren, Betonfertigteile und Betonwerksteine herstellen. Versichert im Rahmen der Tarifrente Bau sind alle gewerblichen Arbeitnehmer, Angestellten und Auszubildenden. Ausgenommen sind geringfügig beschäftigte Angestellte und leitende Angestellte.  Seit der Einführung der zusätzlichen Altersvorsorge in der Bauwirtschaft kamen über eine Million Arbeitnehmer in den Genuss einer zusätzlichen Altersvorsorge. Bislang wurden rund 12,4 Mrd. Euro an Leistungen ausgezahlt. Die Höhe der Beiträge regelt ebenfalls ein Tarifvertrag (VTV).

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